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12 Tipps für richtig scharfe Fotos

Copyright Fototuning.at - R. Leitinger

Sie fotografieren mit einer sehr guten Kamera und dennoch sind Sie mit der Bildschärf Ihrer Fotos bei 100% Ansicht nicht so ganz zufrieden? Vielleicht verwenden Sie sogar eine DSLR inklusive einem hochwertigen Objektiv und trotzdem finden Sie die Schärfe nicht optimal? In diesem Beitrag finden Sie 12 einfache Tipps um die Bildschärfe maßgeblich zu verbessern!


Bildstabilisator einschalten
Fotografieren Sie freihändig, also ohne Stativ, empfiehlt es sich, den Bildstabilisator einzuschalten. Auch wenn wir es versuchen- es wird uns nie ganz gelingen, die Kamera komplett still zu halten! Der integrierte Bildstabilisator gleicht diese Mikro-Bewegungen aus! Achtung: nur ein optischer Bildstabilisator ist ein echter Bildstabilisator. Ein “digitalter Bildstabilisator” fährt nur die Iso-Zahl nach oben um die Verschlusszeit zu Verkürzen!
Achtung: Bei Belichtungszeiten von mehreren Sekunden sollten Sie den optischen Bildstabilisator deaktivieren!

Selbstauslöser oder Fernauslöser verwenden
Die meisten Kameras haben eine 2-Sekunden Selbstauslöser Funktion! Nutzen Sie den Selbstauslöser um die Verwackelung beim Drücken des Auslösers zu vermeiden! Optional kann auch ein Fernauslöser verwendet werden.

Den richtigen Iso-Wert wählen
Hier gibt es kein Patentrezept. Zu hohe Iso-Werte erzeugen Unschärfe durch das entstehende Bildrauschen. Wenn allerdings eher wenig Umgebungslicht in der zu fotografierenden Szene vorhanden ist (zb.: in Kirchen), sollte der Iso-Wert angehoben werden um die Verschlusszeit zu verkürzen! Bei längeren Verschlusszeiten ist freihand auch mit Bildstabilisator kein scharfes Bild mehr möglich! Grundsätzlich gilt: So viel Iso wie nötig, aber so wenig wie möglich!

Benutzen Sie ein Stativ
Stellen Sie die Kamera fest auf ein Stativ*. Leichte Stative eignen sich gut für längere Touren- können allerdings im Wind schnell zu schwanken beginnen. Schwere Stative geben stabilen Halt auch bei Wind, sind allerdings mühsam zu transportieren und meist teurer.
Tipp: Steht die Kamera auf einem Stativ sollten sie den Bildstabilisator ausschalten! Denn auch der Stabilisator versetzt die Linse in minimale Schwingungen um mögliche Mikrobewegungen entgegenzuwirken!
Achtung: Wenn Sie ein leichtes Stativ im Freien verwenden, dann bleiben Sie immer bei Ihrer Kamera! Ein kräftiger Windstoß könnte Ihre Fototour sonst vorzeitig beenden!

Weck mit den Objektivfilter
Mit Schutz- UV- oder Kreativfilter für Objektive kann man zwar einige tolle Dinge anstellen und sie sind ein guter Schutz für das Objektiv, allerdings verringern Sie die Schärfe Ihrer Bilder! Wenns richtig scharf sein soll- dann weg damit!

Nie die größte oder kleinste Blende wählen
Fotografieren sie mit einer DSLR-Kamera oder einer modernen und guten Kompaktkamera, dann können Sie die Blendenzahl frei wählen. Aus Kamera-Anatomischen Gegebenheiten führt die kleinste oder die größtmöglich Blende zu einer Verringerung der Bildschärfe! Extremwerte vermeiden!

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Genug Licht / Blitz
Umso mehr Licht- umso kürzer ist die benötigte Verschlusszeit! Eine kurze Verschlusszeit verhindert oder verringert die Verwackelungsunschärfe! Bei Nachtaufnahmen oder dunklen Szenen ist ein Stativ zu empfehlen um nicht mit zu hohen Iso-Werten fotografieren zu müssen! Wenn möglich sorgen Sie für ausreichend Licht oder verwenden Sie den Kamerablitz!

Spiegelverriegelung / Spiegelvorauslösung
Moderne DSLR-Kameras haben die Spezialfunktion “Spiegelverriegelung” oder “Spiegelvorauslösung”! Ist die Funktion aktiviert, dann schwenkt der Prismenspiegel der DSLR-Kamera beim erstmaligen drücken des Auslösers! Das Foto wird erst beim neuerlichen betätigen des Auslösers gemacht. Somit beugt man Verwackelungen im Bild durch das Schwenken des Prismenspiegels vor!

Fokussieren Sie manuell
Schalten Sie ruhig einmal den Autofokus aus und fokussieren Sie manuell am Objektiv! Bei modernen DSLR-Kameras können Sie eine Zoomstufe von höher als 100% am Display einstellen. Somit können Sie optimal per Hand scharfstellen! Besser als der Autofokus!

Klare Schärfeebene definieren / Bokeh erzeugen
Das so genannte Bokeh (=ein unscharfer Hintergrund) ist ein beliebtes Stilmittel in der Fotografie! Somit können zum Beispiel Objekte oder Menschen hervorgehoben werden. Ein unscharfer Hintergrund führt dazu, das der scharfe Vordergrund noch schärfer wirkt! Ein Bokeh erreicht man unter anderem durch eine große Blende (=kleine Blendenzahl). Mehr dazu im Beitrag “Blende, Zeit & Iso”.

Fotografieren Sie im Raw-Format
Verlustfrei ist nur das Raw-Format. Haben Sie JPEG als Standardformat eingestellt, gehen bereits beim Speichern des Bildes in der Kamera bzw. auf der SD-Karte unmittelbar nach der Aufnahme winzige Details verloren! Die optimale Schärfe gibts nur im Raw!

Bilder nachschärfen!
Das Optimum an Schärfe erreicht man durch ein gezieltes Nachschärfen der Bilder! Am besten schärft man Bilder im Raw-Konverter nach! Der Befehl “Unscharf-Maskieren” eignet sich besonders gut zum gezielten Nachschärfen! Aber Achtung: Zu extremes Nachschärfen kann das Bild ruinieren! Infos über Bildbearbeitunsprogramme finden Sie hier.

Mehr Tipps:
Noch mehr Tipps zur professionellen Fotografie gibt es im Fotografie-Kurs bei Humboldt.

 

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